Artikel
0 Kommentare

Wie man gute Vorsätze erfolgreich umsetzt

gute Vorsätze

Neues Jahr, neues Glück. Gerade zu Beginn des Jahres sind viele gute Vorsätze noch frisch. Aber weil viele von uns schon die Erfahrung gemacht haben, dass gute Vorsätze selten umgesetzt werden, folgt hier ein Tipp, wie Ihr Unterfangen gelingen könnte.

Bevor es mit den guten Vorsätzen los geht

An erster Stelle mal die ganz ehrliche Frage: Wie kam es dazu, dass Sie sich entschlossen haben, einen guten Vorsatz zu formulieren? Wie kamen Sie genau auf diese eine Sache? Gehen Sie mal in sich.

Ich persönlich mache am Ende des Jahres immer die Erfahrung, dass ich viel Zeit zum Nachdenken habe. Die Feiertage sind manchmal lang, das Fernsehprogramm langweilig. Meine Familie und ich möchten auch nicht die ganze Zeit spazieren gehen. Da passiert es schon mal, dass man Gedanken nachhängt, für die man sonst keine Zeit hat. Das ist an sich nicht schlechtes. Daraus kann Gutes entstehen. Aber es muss nicht zwangsläufig. Manchmal drängen sich nämlich Gedanken auf, die von alleine nicht gekommen wären.

Außerdem treffe ich zwischen Weihnachten und Neujahr auf viele Freunde, Verwandte und andere Menschen. Öfter als sonst unter dem Jahr. Man hat Zeit und tauscht sich aus. Wenn die anderen dann aus ihrem Leben berichten, was sie schönes erlebt haben, was gut geklappt hat, worüber sie sich gefreut haben, stelle ich manchmal fest, dass da ganz tolle Sachen dabei waren.

Und ich? Ich kann oft keine solchen Erfolge vorweisen. Zumindest nichts so tolles, wie die anderen Menschen. Meine Bilanz ist schlichtweg etwas mager. Und dann passiert das, was oft passiert, wenn man sich mit anderen vergleicht. Ich stelle fest: „Das ist ja blöd, dass ich nichts vorzuweisen habe.“

Sowas kann schnell in Unzufriedenheit umschlagen. Und dem Gefühl, versagt zu haben.

In einer solchen Stimmung eine Entscheidung fällen, die man zu einer anderen Zeit im Jahr vielleicht nicht getroffen hätte, bringt unweigerlich Probleme mit sich.

Was das mit Ihren guten Vorsätzen zu tun hat

Kann es sein, dass Ihr jetziger Vorsatz genau das widerspiegelt? Ist Ihr guter Vorsatz aus diesem Endjahresdruck heraus entstanden?

Auch wenn Sie das nicht hören möchten: Aber es kann sein, dass Sie etwas Gutes aus den falschen Gründen machen möchten. Auch, wenn Sie dringend abnehmen oder mit dem Rauchen aufhören sollten. Selbst, wenn Ihr Arzt es Ihnen schon mehrfach gesagt hat. Und selbst, wenn Sie selbst Ihren Vorsatz als unbedingt notwendig erachten.

Aber auf diese Weise ist Ihr guter Vorsatz schon jetzt zum Scheitern verurteilt. Denn spätestens, wenn der Alltag wieder eingekehrt ist und Sie all die vielen Verwandten und Freunde nicht mehr sehen, ist der Druck plötzlich weg. Und was Ihr Arzt gesagt hat, ist dann auch nicht mehr von Belang.

Wenn es dann mal soweit ist, mag es für Sie auch in Ordnung sein. „Ich hab’s versucht“, sagen Sie dann vielleicht zu sich selbst. Wenn Ihnen das ausreicht, können Sie an dieser Stelle aufhören zu lesen.

Die Umsetzung beginnt schon vor dem Entschluss

Meinen Sie es aber ernst mit Ihrem guten Vorsatz, dann beginnt die Umsetzung im Grunde schon vor dem eigentlichen Entschluss.

Was bedeutet das genau?

Ein guter Vorsatz, der den Alltag überstehen soll, sollte aus anderen Gründen als sozialem Druck, plötzlicher Unzufriedenheit und Langeweile heraus entstehen. Es zeigt sich häufig, dass vor allem jene Vorsätze, die aus tiefer Überzeugung heraus entstehen, den Alltag am ehesten überstehen.

Michael V. Pantalon beschreibt in seinem Buch Nicht warten, starten! – Das 7-Minuten-Programm zur Motivation sechs Schritte, die die eigene Motivation hinterfragen, aber auch verstärken können.

Ein wichtiger Schritt dabei ist zu hinterfragen, warum man eigentlich etwas erreichen möchte. Bei Pantalon sind das die Schritte vier und fünf. Zuerst stellt man sich vor, welche positiven Resultate entstanden sind, wenn die Veränderung schon passiert wäre. Dann fragt man sich, warum diese Resultate für einen persönlich wichtig sind.

Das klingt jetzt sehr einfach.

Gehen Sie ein bisschen in die Tiefe

Denn wie lautet Ihre Antwort denn, wenn Sie sich selbst fragen: „Warum wäre es eine gute Sache, 20kg abzunehmen?“ Ich wette mit Ihnen, dass Sie dann sagen: „Na, dann bin ich schlanker!“ oder „Dann passe ich wieder in Größe 38“.

Nur tut es mir herzlich leid: Das reicht nicht aus. Denn das ist nur vordergründig von Belang. Es gibt in aller Regel tiefere, emotionalere und wichtigere Gründe, warum man einen solchen Entschluss in die Tat umsetzen möchte. Und diese Gründe zu finden, ist wichtig.

Wenn man sich nämlich darüber im Klaren wird, was hinter dem guten Vorsatz und Wunsch steht, kommt man an des Pudels Kern. Zu den eigenen Wünschen und Hoffnungen. Man findet zurück zum eigenen Selbst.

Und vielleicht findet man auch den Knackpunkt, der in die Unzufriedenheit und schließlich zu diesem guten Vorsatz geführt hat. Erst dann kann man wirklich sagen, ob die dahinterliegende Motivation auch dann noch vorhanden sein wird, wenn das Erreichen Ihres Ziels etwas holprig wird.

Wie man dorthin gelangt? Indem man weiterfragt. Immer weiterfragen.

„Warum ist es eine gute Sache, schlanker zu sein?“ „Weil ich dann in Größe 38 passe.“
„Warum ist es eine gute Sache, in Größe 38 zu passen?“ „Dann habe ich eine größere Auswahl bei der Kleidung.“
„Warum ist es eine gute Sache, eine größere Auswahl zu haben?“ „Dann kann ich mich schicker kleiden.“
„Warum ist es eine gute Sache, mich schicker zu kleiden?“ „Weil ich dann auch jemand bin.“

Und so weiter.

Wenn man die Warum-Frage ein paar Mal gestellt hat und die eigenen Antworten hinterfragt, rückt man ein Stück näher an sich selbst. Natürlich kann es sein, dass das, was dabei rauskommt, nicht unbedingt angenehm ist. Vielleicht wird Ihnen dann klar, dass Sie auch mit 20kg weniger nicht zwangsläufig jemand sein werden. Vielleicht kann Ihnen Kleidergröße 38 auch keine Anerkennung bringen.

Was Sie sonst noch tun können

Ich halte das Hinterfragen der eigenen Beweggründe für enorm wichtig. Gerade wenn es um gute Vorsätze an Neujahr geht. Mag sein, dass Sie keine wirklich guten Gründe finden, um Ihren Vorsatz realistischerweise durchhalten zu können. Aber das könnte Ihnen viel Zeit und Geld sparen. Und einen weiteren Misserfolg. Vielleicht haben Sie dann Zeit, auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu stoßen – wenn Sie das möchten.

Aber es gibt noch etwas, was Sie tun können: Werden Sie sich Ihrer eigenen Werte bewusst. Das kann Ihnen auch beim Loslassen helfen. Es könnte nämlich sein, dass Sie mit Ihrer Hand in einem Kürbis feststecken und es gar nicht wissen.

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Dann abonnieren Sie die Monatsimpulse und lernen Sie mich und meine Arbeit kennen.

*) erforderlich
Ich gebe Ihre Daten natürlich nicht weiter. Zur Datenschutzerklärung

Veröffentlicht von

Ich helfe Menschen, die erschöpft sind, trauern oder in einer gesundheitlichen Krise stecken. Lassen Sie uns gemeinsam einen Weg finden, wie es Ihnen wieder besser gehen kann. Vereinbaren Sie gleich einen Termin für ein Kennenlerngespräch.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.